Donnerstag, 9. November 2017
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Atommüll

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Eine der wichtigsten Grundlagen der Energiewende war das Verbot Atommüll zu recyclen. Die Entsorgung bestrahlter Brennelemente wurde auf die direkte Endlagerung beschränkt, das heißt, die Abgabe bestrahlter Brennelemente aus Atomkraftwerken an Wiederaufarbeitungsanlagen (WAA) wurde ab dem 1. Juli 2005 endgültig in Deutschland verboten (§ 7.1 Atomgesetz).

Wirklich erstaunlich. Da tritt eine Partei an, um sich für die Umwelt einzusetzen und dabei spielt Recycling ja bekanntlich eine sehr große Rolle. Wenn ein Brennelement den Reaktor verlässt, besteht es immer noch zu rund 95% aus Uran. Ein klassisches Recycling vermindert den Anteil auf eine Restmenge von weniger als 5%. Trennt man nicht nur das Plutonium, sondern auch die Aktinoiden ab, verbleiben nur Spaltprodukte, die nach etwa 500 Jahren vollständig verschwunden sind. Warum sollte man das verbieten wollen?

Kerntechnik bedeutet eine Gefahr für Jahrmillionen. Riesige Mengen Atommüll müssen für diese unabsehbar lange Zeit in unserer Erde unter Aufsicht gelagert werden.

Ja. Aber nur, wenn man das Recyclen verbietet. Und die Endlagerung gesetzlich vorschreibt. Und genau das ist in Deutschland geschehen. Eingefädelt und vorangetrieben von Politikern, die Umweltschutz behauptet und Deindustrialisierung betrieben haben. Denn es gibt keinen anderen Grund als Ideologie das Recyclen von Atommüll zu verbieten. Eine Wiederaufbereitung ist ein rein chemisches Verfahren, bei dem weder Radioaktivität erzeugt noch vernichtet wird. Die Radioaktivität ist am Ende des Prozesses gleich groß, wie am Anfang (abgesehen von einigen Zerfällen während des Prozesses). Wiederaufbereitung dient nur zur Trennung in verschiedene Fraktionen. Die größte Fraktion stellt mit 95% dabei das Uran dar. Recycltes Uran entspricht in seiner Zusammensetzung dem Natururan. Ein Metall, das man ohne besondere Gefahr in der Hand halten kann:

Lediglich die Stoffe, die sich durch das (wiederholte) Einfangen eines Neutrons ohne Spaltung gebildet haben, ergeben wegen ihrer langen Halbwertzeit ein Problem Dies fängt beim Plutonium an und setzt sich über die Gruppe der „Minoren Aktinoiden“ fort. Doch dafür wurde eine Lösung entwickelt. In Deutschland, von deutschen Wissenschaftlern und deutschen Ingenieuren. Zur Anwendung kommt diese Technologie in unserem Land aber nicht, denn das ist verboten.

Ist Atommüll überhaupt Müll?

Atommüll enthält jede Menge wertvoller Rohstoffe. Es gibt bereits in Indien ein kommerzielles Projekt, das sich mit der Extraktion von Rhodium beschäftigt. Man ist dort der Meinung, daß allein der Gehalt an Rhodium und Palladium (beides wichtige Ausgangsmaterialien für Katalysatoren) im Atommüll der Welt zu heutigen Preisen bereits mehrere hundert Milliarden Dollar beträgt. Indien ist mit diesen Gedanken nicht allein. Wir erinnern uns, die Aktivität nimmt mit der Zeit exponentiell ab. Der erste Atommüll aus den frühen Atombombenprogrammen ist schon über 60 Jahre alt, d. h. bereits stark abgeklungen. Je geringer die Aktivität, desto einfacher und damit billiger ist er technisch handhabbar. Deshalb gibt es in keinem Land der Welt — mit der einzigen Ausnahme Deutschland — mehr das Konzept einer Endlagerung. Überall geht man heute von einer zwar langfristigen aber stets rückholbaren Lagerung aus. Ob dies oberirdisch (USA), in Kammern im Granitfels (Finnland) oder unterirdisch in Ton (Frankreich, Schweiz) erfolgt, ist eher Geschmackssache.  Die Lagerkosten von vollständig recycltem Atommüll sind wegen der geringen Mengen ohnehin zu vernachlässigen.

Transmutation: Durchbruch in Belgien

Bei der Transmutation wird hochradioaktiver Abfall mit schnellen Neutronen beschossen. Dabei werden hochradioaktive Abfallstoffe, die eigentlich mindestens 10.000 Jahre sicher von der Umwelt isoliert werden müssten in harmlosere Elemente umgewandelt. Bereits nach wenigen Hundert Jahren wäre die Strahlung so weit abgeklungen, daß der Abfall als weitgehend ungefährlich gelten könnte.

Aus einer Tonne Atombrennstoff werden, nach etwa vier Jahren in einem Druck- oder Siedewasserreaktor, im Schnitt 935 Kilogramm Uran – 99 Prozent davon Uran 238 – und rund zwölf Kilogramm Plutonium. Neben dem langlebigen und hochradioaktiven Plutonium enthält der abgebrannte Kernbrennstoff auch die besonders problematischen Stoffe Neptunium, Americium und Curium sowie 50 Kilogramm Spaltprodukte – von denen 3,5 Kilogramm extrem langlebig sind. Nahezu alle dieser problematischen Stoffe lassen sich aber mit den schnellen Neutronen spalten.

Die vierte Generation

Das Generation IV International Forum (GIF) ist ein Forschungsverbund, der sich der gemeinsamen Erforschung und Entwicklung zukünftiger Kernkraftwerke verschrieben hat. Diese Kraftwerke der sogenannten IV. Generation sollen ab dem Jahr 2030 einsatzfähig sein. Zu den Mitgliedern gehören Argentinien, Brasilien, Großbritannien, Frankreich, Japan, Kanada, Südafrika, Südkorea, USA, Schweiz, Europäische Union, Russland und die Volksrepublik China.

Und das zeichnet die neuen Reaktoren aus:

  • Atommüll strahlt nur noch wenige Jahrhunderte.
  • 100-300 mal mehr Energie aus derselben Menge Brennstoff.
  • Atommüll als Brennstoff
  • Überlegene Sicherheitskonzepte.
  • Null CO2 Emission.

 

Realität. Kein Science-Fiction.

In Russland und China wurden die ersten Generation IV-Reaktoren bereits in Betrieb genommen. In Europa entstehen zur Zeit der Astrid Reaktor (SFR) in Frankreich, der Allegro Reaktor (GFR) in Osteuropa und der Myrrha Reaktor in Belgien. In England wird der Bau eines Prism Reaktors (Hitachi) ernsthaft diskutiert. (Hitachi hat nach dem Verbot der Kernenergie in Deutschland das Know-How für diesen Reaktortyp von deutschen Firmen aufgekauft)

TerraPower. Microsoft baut einen Generation-IV Reaktor.

Bill Gates ist mit TerraPower in den Generation-IV-Markt eingestiegen. Superrechner sollen derweil mit speziellen Simulationsprogrammen die Technolgien schneller verfügbar und realisierbar machen. Ein erster Reaktor soll in China entstehen.

Und was meinen Die Grünen dazu?

Offensichtlich ist man dort ein wenig überfordert und hält das Ganze für abgefeimte Bühnenmagie und Illusion irgendeiner Lobby. Zumindest was dieses offensichtlich eilig zusammengezimmerte PDF anzugehen scheint, darf man sich von dieser Seite wohl leider auch in Zukunft keine Vernunft erwarten:

transmutation-plakat

Fakt ist: Die Herstellung von Solarzellen ist nach wie vor mit extrem umweltschädlichen Abfallstoffen verbunden, ihre Effizienz in unseren Breitengraden völlig indiskutabel. Windräder stehen still, weil ihre Wartung zu teuer ist, Windparks werden zunehmend zu einem unkalkulierbaren Sicherheitsrisiko, die Förderung ist gestrichen, Hersteller pleite und es wird bereits über die Haftungsfrage diskutiert. Fakt ist weiterhin, daß es für den effizienten Betrieb von Elektroautos nicht genügend Lithium auf dieser Welt gibt. Fakt ist ausserdem, daß unser Land Strom aus Kohle gewinnt und damit in unerträglichem (und verbotenen) Maß die Umwelt verpestet. Fakt ist ausserdem, daß die über 100 staatlich geförderten Alternativ-Energie-Firmen in USA mittlerweile als Betrüger entlarvt und vor Gericht gestellt wurden.

Möge der wahre Illusionist, Bühnenmagier und Betrüger jetzt bitte aufstehen und sich zu erkennen geben!

© Xephyr

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