Donnerstag, 9. November 2017
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Transmutation

Ich war erschöpft. Mein Herz eine gedemütigte Trommel, die so langsam schlug, als schleppe sie sich durch den Sumpf modernder Enttäuschungen. Ihr Klang so schwach, dass ich ihn kaum noch spüren konnte. Wo war der Puls meines Lebens. Wo der wilde Rhythmus, der mir in die Glieder fuhr, mich voran trieb, zielstrebig und ungestüm, den Kopf in den Wolken, die Brust berstend vor Sehnsucht und Tatendrang und die nackten Füße im wirbelnden Staub der Straße, die sich heiß und verlockend in der Sonne vor mir wand wie eine Schlange, ihren hypnotischen Blick in den meinen versenkt, mich in Begehren fesselnd und mit ihrem Gift mein Blut aufpeitschend, dass es in fiebernder Leidenschaft der Zukunft entgegendrängte.

Ich war frustriert. Unzufrieden mit mir, meiner Situation, mit allem. Nichts war mehr echt und wahr, nichts lebendig und kühn. Kaum, dass ich etwas erschuf, erstarb es schon wieder in Mattigkeit. Ich war eine Kerze, die bis zum Hals im Wasser stand. Nur der Docht durchbrach die träge Oberfläche und reckte sich starr dem Himmel zu. Doch wollte man ihn entzünden, verglomm er verdurstend und brach entzwei. Meine Lust war ertrunkenes Wachs und mein Geist eine dünne Fahne rußigen Rauchs, der sich nur kurz im Abglanz der blauschwebenden Weiten unter ihm spiegeln konnte, bevor er verschwand.

 

Märzwurz

 

Eine Einladung kam aus der gefrorenen Distanz einer abgewiesenen Vergangenheit. Eine Abendgala mit Konzert, Lesung und Ausstellung frischer Werke, danach ein festlicher Ball. Man hatte auch die Ehemaligen angeschrieben, vor allem diejenigen, die die Benefizveranstaltungen zur Förderung junger Künstler ins Leben gerufen hatten. Die Organisation stülpte wie eine Amöbe ihre Finger aus und zog an den Fäden ihrer alten Marionetten, die, eingemottet in der Kartei, geglaubt hatten, sie wären frei. Um sie erneut zu umfließen in ihrer unzufriedenen Gier, um sie letztendlich doch für immer vereinnahmen zu können.

Abscheu stieg in mir auf von einem Ort tief drin, an dem ich sie damals vergraben hatte. Ungerufen brach sie hervor mit dem Geschmack der Verwesung auf der Zunge. Ich hatte mir geschworen, nie wieder mit diesem Omnivor in Berührung zu kommen, und es verstörte mich, dass ich mich dennoch auf eine seltsame, ja eklige Weise zu ihm hingezogen fühlte. Als wäre ich tatsächlich noch immer an seine ungeschriebenen Gesetze der Unterwerfung gebunden, die wiedererwacht ihre viralen Verlockungen in mein Ohr flüsterten.

Ich verteidige mich nicht. Ich hatte keine klare Vorstellung davon, was ich wirklich wollte. Vielleicht war es ein Impuls unbewusster Loyalität oder die Konsequenz eines dieser ironischen Zwänge, die in den Gegebenheiten der menschlichen Existenz lauern. Ich weiß es nicht. Ich kann es nicht sagen. Aber ich ging hin.

Trotz Festschmuck wirkte die Stadthalle grau und kalt. Ihre klaffenden Türen nahmen die herausgeputzten Bildungsbeflissenen auf in den Schoß kollektiven Abschunkelns. Man nickte sich zu, tauschte bedeutungsvoll leere Worte. Auch ich trat ein in die Lorbeerhallen der Kunst, die mir einmal so heilig waren. Geliebte Stätte erhabenen Rauschs und göttlichen Gesangs. Die Wiege und der schützende Dom meines Schaffens, der mich plötzlich, als ich mich ihren Normen entwand und meine Träume in ungezügelte Kunst zu gießen begann, ausspie wie Unrat. Denn wer nicht demütig den Gottesdienst an der Regel vollzog, der war ein Geächteter, den mit zynischer Kritik zu schmähen heilige Pflicht der Anbetenden war.

Nun, nach all den Jahren, in denen ich meine eigenen Wege gegangen war, traf mich das Zeremoniell tiefer, als ich es erwartet hatte. Die Knochentrompeten und Beinflöten aus den Schenkeln und Armen verbrauchter und verdauter Schützlinge erhoben ihren schaurigen Klang und riefen die Götzen der Vorschriftsmäßigkeit. Willig boten sich ihnen die Menschen zur Speise dar, den hungrigen Dämonen des Diktats, um sie mit ihren gehorsamen Seelen zu füttern. Und während sich ihre Götter an ihnen labten und ihr Leben austranken, verfielen sie in hymnische Raserei, wogten im lächelnden Maskentanz der Falschheit, während sich ihre Trance unmerklich in Ohnmacht wandelte und sie schließlich blutleer zu Stein erstarrten.

Schaudern erfüllte mich, als man mich nach vorne rief. Auf dem Altar ihrer verkrusteten Bedeutungen führten sie mich vor und besangen meinen Heldenmut, als ich damals für sie den Geist der Kreativität herbei rief und ihn im Namen des gesellschaftlichen Rituals betrog, indem ich ihn fesselte und seine Stimme zu ihrem Sprachrohr versklavte. Fühlte ich mich eben noch fremd und distanziert, blieb ich nun sprachlos vor Scham und innerem Entsetzen. Aus meiner Vergangenheit, meinem erinnerten Tun, erwuchs mir meine eigene Fratze, erwachte mein Dämon, den ich selbst einst genährt hatte. Aus dem Vergessen, das ich närrisch für seinen Tod gehalten hatte, hob er sein Haupt über den Horizont meines Unbewussten, ein gehörnter Harlekin, der mich spöttisch verlachte. Er spannte den Bogen seines Liedes über meinen Himmel aus, mit dem er mein Damals mit Heute verband. Er ergötzte sich an meinem Schmerz und tauchte voll Häme seine Krallen in mein Fleisch, um sich mit meinem gegenwärtigen Können die bleichen Lippen rot zu schminken. Als man mich aus der gesellschaftlichen Aufmerksamkeit entließ, ergriff ich die Flucht.

 

Märzwurz

 

Wachsam lauerte der Dämon und ließ mich nicht aus seinem Blick. Alter Schmerz aus Erinnerungen brandete auf und vergrub mich unter einer Woge der Erkenntnis. Die Wunden von damals waren tiefer, als ich geglaubt hatte. Doch nicht sie waren es, die mir meine letzte Kraft raubten, sondern der unfassbare Verlust, den ich jetzt begriff. Am Boden liegend schaute ich dem Wesen in die Augen, das ein verlorener Teil von mir war. Wir kämpften nicht. Wir rangen darum, uns stumm zu verstehen.

In seiner Seele brannte Wut, mir selbst nur allzu bekannt. Sie war das Band, das meine und seine Vergangenheit umschlang und sie zu einem Erlebnis zusammenfügte: Ich war wieder jung und hob den Blick zu meinem Idol. Ein starker, schöner Gott. Voll Glauben an den Wert bürgerlicher Tugenden, breitete er sein schützendes Lächeln über mich und hob mich sanft in jenes Glück der eben aufkeimenden Lust eigener Schöpfungskraft. Doch sein Versprechen auf Anerkennung in den freundschaftlichen Kreisen derer, die neue Talente auf dem Acker ihrer Kunstbewunderung zu hegen behaupteten, war trügerisch.

Denn das Geld und die Wertschätzung der Wohltätigen waren kein echtes Geschenk, sondern ein Gängelband, den unfertigen Künstlern um den Hals gelegt, um ihr erwachendes Schaffen in gesellschaftliche Normen zu zwingen. Als ich mein eigenes rohes Wollen in den Bildern geträumter Freiheit entfaltete und meine Leidenschaft jede Konvention durchbrach, war ich eine Ausgestoßene. Meine Freunde wandten sich gegen mich und das Mündungsfeuer ihrer Kritik ließ ihre hasserfüllten Mienen flackern. Mitten unter ihnen mein Gott, mein Schutzgeist, heiße Flammen speiend: „Du wendest dich gegen dein eigenes Geheiß!“ Seine dunkel glühende Gestalt verzerrte sich zum Dämon der Gegenwart.

Jetzt sah ich das Gold seiner Werte – meiner Werte – in seinem Wesen glänzen. Es war vermischt mit den Metallen der anderen, eine Legierung, die meine Wahrheit mit ihren Lügen verschmolz. Es blieb mir nur eins: ihn in das Labyrinth des Unbewussten zu führen, wo er die verwirrenden Pfade zu seiner eigenen Echtheit gehen musste. Wo die Einhörner der Entschiedenheit das silberne Mondlicht verflüssigen, um das Gold der Suchenden darin zu lösen.

Es fällt mir nicht leicht zu beschreiben, was ich tue, um in das Reich zu gelangen, wo sich die Träume mit der Realität und Absicht mit Geschehen zu einer Einheit verweben. Ich nahm den Dämon in mich auf, wurde zu ihm und blieb ich selbst. Hoch oben aus dem Bewusstseinshorst erklang mein heiserer Ruf, ein Pferd der Sehnsucht. Das Sternenlicht kristallisierte zu Reif, als meine Hand sich in seine Mähne grub und es mich in die Tiefe trug.

Ich fand das Buch, in dem mein Wesen geschrieben steht und immer aufs Neue geschrieben wird. Die Seiten fächerten sich auf zu den Lamellen eines Pilzhauptes. Aus ihren Zwischenräumen tropfte der Mondlichttau der Verwirrung. Er perlte auf meine Lippen, süß und klebrig, gleichzeitig kühl. Ich trank ihn und er machte mich trunken. Der Rausch wirbelte mein Innerstes auf. Ich taumelte im Chaos meiner Gedanken, fiel oder flog, ich weiß es nicht. Dann wurde es stiller, die kreiselnden Bilder machten Halt, gewannen Raum. Ich war in einem Hügelgrab. Und mit mir ein anderes Wesen.

 

Märzwurz

 

Es warf mich nieder mit schweren Tatzen – ich blickte in das Gesicht eines Löwen. Er grollte drohend, dann ließ er mich frei. Aus seinem Nacken entsprang das Haupt einer Ziege und sein peitschender Schwanz war eine Schlange. Die Chimäre schwieg und wartete. Neben mir kauerte der Dämon. Er keuchte, seine ungläubig aufgerissenen Augen auf mich gerichtet, um Hilfe flehend. An der linken Schulter zwei kleine Wunden. Das Schlangengift verdarb sein Blut.

Er krümmte sich und Schmerz zerriss mein Herz. Ich bettete ihn in meinen Schoß und sang das Seelenlied. Aus seinen Poren sickerte blaugraues Licht, das sich zu Geistern formte. Die Untoten verließen ihn, gehüllt in die Schleier des Betrugs, die schillerten wie Schlieren auf schwarzem Öl. Aus dem Riss ihrer geschwollenen Lippen quollen Schreie hervor, schrille Zwischentöne aus Enttäuschung und Wut, Lebensatem ihrer gierigen Lust. Sie sammelten sich zu einem dröhnenden Akkord, ließen ein letztes Mal das strahlende Trugbild ihrer Ideale erklingen und verloschen dann in der jähen Erkenntnis ihres irrlichtigen Seins, das seine Existenzberechtigung in mir für immer verwirkt hatte.

Aus meinem Schoß erhob sich der Dämon, befreit von der Last fremder Glut, und erstaunt sah ich, dass er eine Frau war. Langsam ging sie zur Chimäre, die sie ruhig erwartete, und küsste den Löwen, die Ziege und die Schlange. Wie sehr sie sich zurückgesehnt hatte in die Umarmung ihrer tierischen Natur! Doch solange die Peitschenstriemen ungewollten Strebens ihr Dasein zerteilt hatten, blieb ihr keine Wahl. Erst jetzt, nach Äonen fiebriger Wut auf der einen und dumpfen, begrabenen Grolls auf der anderen Seite, schloss sich die Kluft, die nie hätte aufbrechen dürfen, und aus zwei Wesen wurde endlich wieder eins.

Die Frau wandte sich um und streckte mir ihre Hand entgegen. Am Gelenk waren noch die roten Einschnitte der Marionettenschnüre zu erkennen, mit denen sie gefesselt war. Sie blickte mich mit schwarzen Augen an, offene Pforten in die Tiefen eines Seelenwissens, das für so lange Zeit versiegelt gewesen war. Tränen dunkler Wahrheiten brachen aus ihnen hervor und sie fragte mich: „Wirst du mich lieben können?“

Seitdem sind einige Wochen vergangen. Ich fühle mich verletzlich. Als ob allmählich eine kalte, graue Schicht aus Gestein von mir abplatzt, unter der lebendige, zarte Haut zum Vorschein kommt. Die Trommel schlägt immer noch langsam, doch schreitet sie bestimmter voran. Und tief in mir erhebt meine tierische Muse ihre Häupter, stark und stolz, hypnotisch und leidenschaftlich, eigenwillig und frei.

mirzwurz hambeldrum affengleich im hintertal. dassendoll wouptieron in formularie dung. sinnenfullfill harten kormastohn, was lorbeerhallen warmirten. denn fremdten loobaliletum in ichtie labsen harmekung. drum warti numi lantiheiß in quickesilber waorrespiel. das hortzebokpluutz im fungerhaupt, denwurbeltrunk am hurkendoll. So kummerlich der rufenschall im hussentrug des intertons. das kohtan wullst auf hohem trug. niekonnte walen erebrech. das dunkelfinistere sigelbuch hat dunkelrecht im wagebrecht. tonk

© Tsaphyre 2014   http://tsaphyre.de

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Eine der wichtigsten Grundlagen der Energiewende war das Verbot Atommüll zu recyclen. Die Entsorgung bestrahlter Brennelemente wurde auf die direkte Endlagerung beschränkt, das heißt, die Abgabe bestrahlter Brennelemente aus Atomkraftwerken an Wiederaufarbeitungsanlagen (WAA) wurde ab dem 1. Juli 2005 endgültig in Deutschland verboten (§ 7.1 Atomgesetz).

Wirklich erstaunlich. Da tritt eine Partei an, um sich für die Umwelt einzusetzen und dabei spielt Recycling ja bekanntlich eine sehr große Rolle. Wenn ein Brennelement den Reaktor verlässt, besteht es immer noch zu rund 95% aus Uran. Ein klassisches Recycling vermindert den Anteil auf eine Restmenge von weniger als 5%. Trennt man nicht nur das Plutonium, sondern auch die Aktinoiden ab, verbleiben nur Spaltprodukte, die nach etwa 500 Jahren vollständig verschwunden sind. Warum sollte man das verbieten wollen?

Kerntechnik bedeutet eine Gefahr für Jahrmillionen. Riesige Mengen Atommüll müssen für diese unabsehbar lange Zeit in unserer Erde unter Aufsicht gelagert werden.

Ja. Aber nur, wenn man das Recyclen verbietet. Und die Endlagerung gesetzlich vorschreibt. Und genau das ist in Deutschland geschehen. Eingefädelt und vorangetrieben von Politikern, die Umweltschutz behauptet und Deindustrialisierung betrieben haben. Denn es gibt keinen anderen Grund als Ideologie das Recyclen von Atommüll zu verbieten. Eine Wiederaufbereitung ist ein rein chemisches Verfahren, bei dem weder Radioaktivität erzeugt noch vernichtet wird. Die Radioaktivität ist am Ende des Prozesses gleich groß, wie am Anfang (abgesehen von einigen Zerfällen während des Prozesses). Wiederaufbereitung dient nur zur Trennung in verschiedene Fraktionen. Die größte Fraktion stellt mit 95% dabei das Uran dar. Recycltes Uran entspricht in seiner Zusammensetzung dem Natururan. Ein Metall, das man ohne besondere Gefahr in der Hand halten kann:

Lediglich die Stoffe, die sich durch das (wiederholte) Einfangen eines Neutrons ohne Spaltung gebildet haben, ergeben wegen ihrer langen Halbwertzeit ein Problem Dies fängt beim Plutonium an und setzt sich über die Gruppe der „Minoren Aktinoiden“ fort. Doch dafür wurde eine Lösung entwickelt. In Deutschland, von deutschen Wissenschaftlern und deutschen Ingenieuren. Zur Anwendung kommt diese Technologie in unserem Land aber nicht, denn das ist verboten.

Ist Atommüll überhaupt Müll?

Atommüll enthält jede Menge wertvoller Rohstoffe. Es gibt bereits in Indien ein kommerzielles Projekt, das sich mit der Extraktion von Rhodium beschäftigt. Man ist dort der Meinung, daß allein der Gehalt an Rhodium und Palladium (beides wichtige Ausgangsmaterialien für Katalysatoren) im Atommüll der Welt zu heutigen Preisen bereits mehrere hundert Milliarden Dollar beträgt. Indien ist mit diesen Gedanken nicht allein. Wir erinnern uns, die Aktivität nimmt mit der Zeit exponentiell ab. Der erste Atommüll aus den frühen Atombombenprogrammen ist schon über 60 Jahre alt, d. h. bereits stark abgeklungen. Je geringer die Aktivität, desto einfacher und damit billiger ist er technisch handhabbar. Deshalb gibt es in keinem Land der Welt — mit der einzigen Ausnahme Deutschland — mehr das Konzept einer Endlagerung. Überall geht man heute von einer zwar langfristigen aber stets rückholbaren Lagerung aus. Ob dies oberirdisch (USA), in Kammern im Granitfels (Finnland) oder unterirdisch in Ton (Frankreich, Schweiz) erfolgt, ist eher Geschmackssache.  Die Lagerkosten von vollständig recycltem Atommüll sind wegen der geringen Mengen ohnehin zu vernachlässigen.

Transmutation: Durchbruch in Belgien

Bei der Transmutation wird hochradioaktiver Abfall mit schnellen Neutronen beschossen. Dabei werden hochradioaktive Abfallstoffe, die eigentlich mindestens 10.000 Jahre sicher von der Umwelt isoliert werden müssten in harmlosere Elemente umgewandelt. Bereits nach wenigen Hundert Jahren wäre die Strahlung so weit abgeklungen, daß der Abfall als weitgehend ungefährlich gelten könnte.

Aus einer Tonne Atombrennstoff werden, nach etwa vier Jahren in einem Druck- oder Siedewasserreaktor, im Schnitt 935 Kilogramm Uran – 99 Prozent davon Uran 238 – und rund zwölf Kilogramm Plutonium. Neben dem langlebigen und hochradioaktiven Plutonium enthält der abgebrannte Kernbrennstoff auch die besonders problematischen Stoffe Neptunium, Americium und Curium sowie 50 Kilogramm Spaltprodukte – von denen 3,5 Kilogramm extrem langlebig sind. Nahezu alle dieser problematischen Stoffe lassen sich aber mit den schnellen Neutronen spalten.

Die vierte Generation

Das Generation IV International Forum (GIF) ist ein Forschungsverbund, der sich der gemeinsamen Erforschung und Entwicklung zukünftiger Kernkraftwerke verschrieben hat. Diese Kraftwerke der sogenannten IV. Generation sollen ab dem Jahr 2030 einsatzfähig sein. Zu den Mitgliedern gehören Argentinien, Brasilien, Großbritannien, Frankreich, Japan, Kanada, Südafrika, Südkorea, USA, Schweiz, Europäische Union, Russland und die Volksrepublik China.

Und das zeichnet die neuen Reaktoren aus:

  • Atommüll strahlt nur noch wenige Jahrhunderte.
  • 100-300 mal mehr Energie aus derselben Menge Brennstoff.
  • Atommüll als Brennstoff
  • Überlegene Sicherheitskonzepte.
  • Null CO2 Emission.

 

Realität. Kein Science-Fiction.

In Russland und China wurden die ersten Generation IV-Reaktoren bereits in Betrieb genommen. In Europa entstehen zur Zeit der Astrid Reaktor (SFR) in Frankreich, der Allegro Reaktor (GFR) in Osteuropa und der Myrrha Reaktor in Belgien. In England wird der Bau eines Prism Reaktors (Hitachi) ernsthaft diskutiert. (Hitachi hat nach dem Verbot der Kernenergie in Deutschland das Know-How für diesen Reaktortyp von deutschen Firmen aufgekauft)

TerraPower. Microsoft baut einen Generation-IV Reaktor.

Bill Gates ist mit TerraPower in den Generation-IV-Markt eingestiegen. Superrechner sollen derweil mit speziellen Simulationsprogrammen die Technolgien schneller verfügbar und realisierbar machen. Ein erster Reaktor soll in China entstehen.

Und was meinen Die Grünen dazu?

Offensichtlich ist man dort ein wenig überfordert und hält das Ganze für abgefeimte Bühnenmagie und Illusion irgendeiner Lobby. Zumindest was dieses offensichtlich eilig zusammengezimmerte PDF anzugehen scheint, darf man sich von dieser Seite wohl leider auch in Zukunft keine Vernunft erwarten:

transmutation-plakat

Fakt ist: Die Herstellung von Solarzellen ist nach wie vor mit extrem umweltschädlichen Abfallstoffen verbunden, ihre Effizienz in unseren Breitengraden völlig indiskutabel. Windräder stehen still, weil ihre Wartung zu teuer ist, Windparks werden zunehmend zu einem unkalkulierbaren Sicherheitsrisiko, die Förderung ist gestrichen, Hersteller pleite und es wird bereits über die Haftungsfrage diskutiert. Fakt ist weiterhin, daß es für den effizienten Betrieb von Elektroautos nicht genügend Lithium auf dieser Welt gibt. Fakt ist ausserdem, daß unser Land Strom aus Kohle gewinnt und damit in unerträglichem (und verbotenen) Maß die Umwelt verpestet. Fakt ist ausserdem, daß die über 100 staatlich geförderten Alternativ-Energie-Firmen in USA mittlerweile als Betrüger entlarvt und vor Gericht gestellt wurden.

Möge der wahre Illusionist, Bühnenmagier und Betrüger jetzt bitte aufstehen und sich zu erkennen geben!

© Xephyr

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